Protagonisten
Texte: John Bosco, Sozialarbeiter | Grace Arach, Sozialarbeiterin | Francis | Jennifer | Kilama | Opio

John Bosco, 29, versucht, die Familien der nach Pajule geflohenen Kinder aufzuspüren und zwischen Eltern und Kind zu vermitteln. Da die Kinder auch zum Töten in ihren eigenen Clans gezwungen wurden, gibt es in den Familien Vorbehalte gegen ihre Rückkehr.

John Bosco Komakech Aludi ist einer der beiden Sozialarbeiter, die in LOST CHILDREN bei ihrer täglichen Arbeit gezeigt werden. Er kommt aus Uganda und gehört zum Stamm der Acholi. John Bosco studierte Philosophie und Religionswissenschaften. Es folgte ein Postgraduierten-Studium mit Diplomabschluß in Projektplanung und Management an der Universität in Gulu. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Sozialarbeiter für die Caritas Gulu und arbeitete dort mit vom Krieg traumatisierten Kindern. Eine seiner Hauptaufgaben war die Zusammenführung der verfolgten Kinder mit ihren Eltern, die Nachsorge und Re-Integration. Während er für den Bezirk Pader tätig war, wurde John Bosco mehrfach angeschossen und verwundet, setzte aber seine Arbeit nach der Genesung fort und arbeitet mittlerweile als stellvertretender Direktor für die Caritas Gulu.



Er ist zuständig für die Bezirke Gulu, Kitgum und Pader. „Die entführten Kinder sind keine Kinder mehr. Sie sind Erwachsene - gezwungenermaßen! Sie müssen einen Weg finden mit ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart klar zu kommen und einen Weg für die Zukunft finden. Und das mitten im Krieg. Wir müssen es schaffen, Kindern wie Opio den Unterschied zwischen Recht und Unrecht zu vermittteln, nur dann haben wir eine Chance auf Frieden nach dem Krieg.“ (John Bosco)


Ein Interview der TAZ mit dem Sozialarbeiter John Bosco finden Sie hier:
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Johns Mail: aludikjb@yahoo.co.uk