Protagonisten
Texte: John Bosco, Sozialarbeiter | Grace Arach, Sozialarbeiterin | Francis | Jennifer | Kilama | Opio

Jennifer, 14, war fünf Jahre lang in den Händen der LRA. Sie wird gequält von schweren Alpträumen, in denen ihr die Menschen erscheinen, die sie getötet hat. Nach ihrer Entführung wurde sie als Hausmädchen beim Rebellenführer Joseph Kony in dessen Lager im Sudan eingesetzt. Als sie elf Jahre alt wurde, bekam sie eine Waffe und musste kämpfen. Bei den Kämpfen mit Regierungstruppen hat sie etliche Schussverletzungen erlitten. Sie beschreibt, wie sie zusammen mit anderen Mädchen von einem Kommandanten der Rebellen vergewaltigt wurde. Deshalb hat sie Angst, dass sie HIV-positiv ist. Da sie ein Mädchen ist, muss ihr Vater über sie entscheiden. Sie wirft ihm vor, Schuld an ihrer Entführung zu haben und droht wegzulaufen, sollte sie zu ihm zurückkehren müssen.

Jennifer wird von der Sozialarbeiterin Grace betreut, die es schafft, zwischen dem Mädchen und ihren Eltern zu vermitteln und erreicht, dass sie zur Mutter heimkehren darf. Als ihr Traum vom Besuch einer Nähschule in der Stadt wahr wird, sagt sie: „So ein Leben hätte ich mir bei den Rebellen nie vorstellen können!“