Protagonisten
Texte: John Bosco, Sozialarbeiter | Grace Arach, Sozialarbeiterin | Francis | Jennifer | Kilama | Opio

Kilama, 13, ein weiteres Kind, um das sich Grace kümmert, konnte 12 Monate nach seiner Entführung fliehen und erfuhr erst dann, dass seine Eltern ermordet wurden. Ihn verfolgt die Erinnerung an einen kleinen Jungen, der mit zusah, wie Kilama dessen Mutter erstach. Kilama betet Tag und Nacht um Vergebung, aber die Großmuttern hat Angst vor dem Jungen. Immerhin ist sie bereit, das Ritual zu organisieren, das ihn von seinen Alpträumen heilen soll. Nach dem Ritual möchte sie ihn trotzdem nicht zu sich nehmen, und der Waise wird deshalb zu entfernten Verwandten außerhalb der Stadt abgeschoben, bei denen er aber nur tagsüber bleiben kann. Kilama fürchtet sich vor einer erneuten Entführung. Die Hütte seiner Verwandten ist ihm zu unsicher, und so geht er jeden Abend kilometerweit in das Stadtzentrum, um mit Tausenden von anderen Kindern auf der Straße zu übernachten. Schließlich läuft er von seinen Verwandten weg, weil sie ihn ausgrenzen und schlecht über ihn reden.

Immerhin fühlt er sich nach dem Ritual von seinen Alpträumen befreit und bittet darum in einem Kinderheim leben zu dürfen. Als er dort freundlich begrüßt wird und einen Schlafplatz auf dem Boden zugewiesen bekommt, lacht er das erste Mal.