Regisseure
Texte: Biografie | Interview
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Wer hat euch bei der Produktion unterstützt?

Afrika ist in Deutschland nicht das Medienthema Nummer eins. Es ist halt weit weg und es passiert doch immer nur das gleiche: Morden, Hungern und Plündern. Der Kontinent südlich der Sahara ist praktisch ausradiert im deutschen Bewusstsein. Schöne Safari Bilder ja, aber bitte nicht wieder Probleme. Dabei sind das durchaus Probleme, die mit dem richtigen politischen Engagement zu verbessern wären, doch das wird überhaupt nur erwogen, wenn es sich wirtschaftlich lohnt für die nördlichen Länder des Planeten. Diese Müdigkeit gegenüber afrikanischen Themen hat es uns schwierig gemacht, den Film zu finanzieren. Als Arte mit unserer Redakteurin Sabine Rollberg in das Projekt voller Begeisterung eingestiegen ist, kam der Stein ins Rollen. Das Land Niedersachsen, das das Projekt durch die “nordmedia” gefördert hat, kam dazu. Aber ohne die personelle und logistische Unterstützung der Caritas Gulu in Uganda hätte dieser Film so überhaupt nicht entstehen können. Wir hätten uns in diesem Gebiet allein nicht bewegen können. Die Caritas Gulu ist die einzige Hilfsorganisation, der nicht zuerst ihre Büros und Jeeps am Herzen liegen, sondern die Menschen vom Stamm der Acholi.

Mitarbeiter wagen sich als einzige in Gebiete, wo sonst keiner hingeht, um zu helfen und arbeiten für einen Bruchteil der Kosten, die die anderen internationalen Hilfsorganisationen für ihre weißen Mitarbeiter statt für die Bevölkerung ausgeben. Die Caritas Gulu, die Kirche mit ihren Bischof Odama und die Priester in den Missionen leisten hier Übermenschliches und sind wirklich für ihr Volk da. Deswegen sind die Kirchen übervoll. Und das sagen wir, obwohl wir keiner Kirche angehören und schon gar nicht katholisch getauft sind.
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