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| Regisseure | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Welche Perspektive seht ihr für die Menschen und die Region? Sicherlich ist der frisch abgeschlossene Friedensvertrag zwischen Nord- und Südsudan ein Schritt in die richtige Richtung, um die Konfliktzone Ostafrika zu entschärfen. Denn durch diesen Frieden werden Amerika und Uganda vielleicht die militärische Unterstützung der Südsudanesen beenden, und die Regierung Sudans wird vielleicht aufhören, die LRA zu unterstützen. So könnte auch Josef Kony an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Aber wie wir wissen, sind Waffenstillstandsabkommen und Friedensverhandlungen in der Region sehr zerbrechlich und werden meistens von beiden Seiten benutzt, um sich militärisch neu zu formieren. Wir glauben, dass eine Verhandlung unter der Aufsicht einer internationalen Organisation der richtige Weg wäre, um dem Elend der Menschen in Norduganda ein Ende zu setzten. Als letzter Ausweg bleibt die Anklage gegen Joseph Kony, den Anführer der Rebellen, durch den internationalen Strafgerichtshof (ICC). Ein Haftbefehl würde Nägel mit Köpfen machen, aber auch eine friedliche Einigung möglicherweise formal gefährden. Doch als Druckmittel, um die Rebellen an den Verhandlungstisch zu holen, sollte es ruhig stärker zum Einsatz kommen. |
Eine technische Frage: ihr habt mit voice over gearbeitet - was war der Grund dafür? Das ist eine großer Diskussionspunkt unter Dokumentarfilmern. Als Anfängern war uns das nicht richtig klar. Wir empfinden beide Untertitel lesen während eines Films als anstrengen, besonders wenn man einfach kein Wort der Sprache verstehen kann. Schließlich soll der Zuschauer im Kino emotional involviert werden, direkt fühlen und sehen. Lesen zieht einen raus, gerade wenn visuell viel passiert und extrem viel gesprochen wird von verschiedensten Menschen kann das schnell verwirren. Unser Konzept war, alle Gespräche zwischen den Kindern und deren Betreuern Grace und Bosco zu untertiteln. Damit wollten wir die Intimität der Situation betonen. In der deutschen Fassung mussten wir zusätzlich die paar Passagen der Betreuer, die auf Englisch sind, auch untertiteln. Jedes Kind hat so eine Art Traummoment, z.B. bei Francis auf dem Acker. Diese Passagen haben wir bewusst nur mit Voice Over gemacht, um diese Szenen so vom Rest des Films abzuheben. Die Texte für diese Szenen sind aus Interviews mit den Kindern. Beim Publikum ist diese Mischung aus Untertiteln und Voice Over gut angekommen. |
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