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Gegen die Kinder tobt in der Ukraine schon sehr lange ein Krieg

René Gräber
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René Gräber

Die Ware Baby wird in der Ukraine gerade massenweise in Schutzbunker gebracht und was aus den Leihmüttern wird, das weiß keiner.

Tatsächlich war die Leihmutterschaft bislang geradezu ein unverzichtbarer Wirtschaftszweig in der Ukraine. Martina Kronthaler ist die Generalsekretärin von aktion leben österreich. Sie verweist auf den hohen Stress, den jedes Baby durch die sofortige, abrupte Trennung von seiner natürlichen Mutter, die es ausgetragen hat, unbewusst erfährt. Ähnliches gilt auch für die Mutter.

Leihmutterschaft bedeutet die totale Ignoranz der Bedürfnisse der schwangeren Frauen und ihrer Babys, was die Befriedigung des Kinderwunsches eines kinderlosen Paares prinzipiell nicht aufwiegen kann.

Die Methode setzt eine In-vitro-Fertilisation voraus. Dabei werden die Eizellen einer anderen Frau verwendet, die ebenso wie die Leihmutter mit Hormonen „stimuliert“ werden muss. Schwangerschaften mit fremden Eizellen sind grundsätzlich mit höheren Risiken verbunden. Fehl- und Frühgeburten sind dabei an der Tagesordnung.

In der Folge „verwenden“ viele Paare mehrere Leihmütter, bevor sich endlich ein Erfolg einstellt. Kronthaler fordert daher ein internationales Verbot von Leihmutterschaft.

Was nun speziell die Ukraine anbetrifft, dort hat sich längst ein kriminelles Netzwerk etabliert, das Neugeborene aus Geburtskliniken entführt. Die Schweizer Sozialdemokratin Ruth-Gaby Vermot-Mangold ist im Auftrag des Europarates derartigen Berichten nachgegangen. Ende August 2005 hatte sie Gespräche in Kiew und Charkow mit Behördenvertretern, Ärzten und betroffenen Müttern geführt.

Untersuchungen zu diesem Thema kamen aufgrund des Falls von Swetlana Pusikowa in Gang. Am 4. November 2002 gebar sie im ostukrainischen Charkow in der Geburtsklinik Nummer 6 ein Mädchen. Als sie aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung erst am nächsten Tag den Arzt darum bat, ihr das Kind zu geben, weigerte er sich, dies zu tun, und hatte sogleich eine Begründung parat, das Kind sei tot. Ganz ähnlich erging es dort Elena Sacharowa einen Monat später. Die beiden Frauen bemühten sich leider ergebnislos um eine Untersuchung.

Im Herbst des Jahres 2003 wurde unter anderem im ZDF-Magazin „Mona Lisa“ über beide Fälle berichtet und auch darauf hingewiesen, dass seinerzeit auf einer Mülldeponie bei Charkow zwei Babyleichen gefunden worden waren, denen Organe entnommen worden sind.

Zwar sahen sich die ukrainischen Behörden nun genötigt, formal erneute Untersuchungen aufzunehmen, aber auch sie verliefen im Sande. Es waren immerhin 300 Fälle, die sich innerhalb der zwei Jahre zwischen 2001 und 2003 so oder so ähnlich abgespielt hatten.

Das bestätigte auch Vermot-Mangold gegenüber der ukrainischen Zeitung „Kommersant“ aufgrund ihrer Recherchen. Mindestens fünf solcher Fälle hatte es demnach in Charkow gegeben, weitere wurden aus Lemberg und Kiew bekannt, wenngleich auch sehr deutlich wurde, dass die Menschen große Angst hatten, darüber zu sprechen.

Alexander Jegorow ist Staatsanwalt im ostukrainischen Mariupol. Er hat im August 2005 erstmalig eine Untersuchung gegen Ärzte einer dort ansässigen Privatklinik eingeleitet. Der Vorwurf lautete auf Handel mit gefrorenem Material aus Hirn und Leber menschlicher Embryos. Dabei geht es Stammzellentherapien, die allerdings, anders als in anderen europäischen Ländern, in der Ukraine legal sind.

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Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/baby-teddyb%c3%a4r-spielen-spielzeug-623417/

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